In Kürze

Ihr Kind hat noch keine oder wenig Reiterfahrung? Dann biete ich Gruppenunterricht für 3-4 Kinder gemeinsam 1x wöchentlich 90 Minuten (inklusive Vorbereitung des Pferdes) für 80 € monatlich an.

 

Ihr Kind kann frei(händig) bereits Schritt, Trab und Galopp reiten? Dann kann es Unterricht zu zweit 1x wöchentlich 45 Minuten (das Pferd muss vorher selbständig geputzt und gesattelt werden) für 80 € erhalten.

 

Ihr Kind möchte Einzelunterricht? Auch das ist möglich - 30 Minuten für 30 €.

Warum Reitunterricht bei mir nicht nur Reiten ist

Reiten findet auf und mit einem Lebewesen statt. Dieses Lebewesen hat wie wir auch Bedürfnisse, Eigenheiten, Launen und Wünsche - nur oft ganz andere als wir Menschen! Mir ist es wichtig, Ihrem Kind (aber auch Ihnen) zu vermitteln, wie diese aussehen und wie wir gemeinsam mit dem Pferd eine gute Partnerschaft erreichen. Deswegen lernt Ihr Kind bei mir nicht nur die Technik des Reitens, sondern auch die Pflege seines vierbeinigen Freundes. Es lernt, wie Pferde leben (möchten) und was sie zum Glücklichsein brauchen. Gemeinsam üben wir den Umgang mit dem Pony am Boden - das richtige Führen, auch um und über Hindernisse, das freie Arbeiten ohne Leine und den Umgang mit "pferdefressenden Monstern" (z.B. Regenschirme oder raschelnde Plastiktüten).

Spätestens wenn der Wunsch nach einem eigenen Pony oder Pferd oder zumindest einer Reitbeteiligung oder einem Pflegepferd auftaucht, merken nämlich die meisten "traditionellen" Reitschüler, dass sie eigentlich keine Ahnung vom Pferd haben. So erging es mir selbst auch, und deswegen möchte ich es für Sie und Ihr Kind besser machen.

Aber geritten wird auch!?

Das Reiten(lernen) selbst steht aber in der Regel im Mittelpunkt. Am Beginn der Reitausbildung wechseln wir immer wieder zwischen dem Reiten auf dem geführten Pferd (am kurzen Seil) und dem Reiten an der Longe (am langen Seil). Zunächst üben wir ohne Sattel, nur mit einem Haltegurt, damit Ihr Kind die Bewegungen des Ponys erfühlen lernt. Außerdem sitzt Ihr Kind viel ausbalancierter und damit sicherer, wenn es den Sattel nicht als "Sitzstütze" kennengelernt hat. Später reiten wir dann vermehrt mit Sattel, da das auch für das Pferd schonender ist.

Ihr Kind lernt mit vielen spielerischen Übungen, sich freihändig auf dem Pferderücken auszubalancieren, und zwar im Schritt, Trab und Galopp. Bereits in dieser frühen Phase der Ausbildung reiten wir über die ersten kleinen Hindernisse und gehen auch schon ins Gelände, um vielfältige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen. So werden Ihre Kinder schnell "sattelfest", und auch eine unverhoffte Bewegung des Pferdes wird locker weggesteckt und führt nicht gleich zu einem Sturz.

Sitzt Ihr Kind sicher freihändig auf dem Pony, lernt es, sich mit ihm zu verständigen und ihm Signale für z.B. Tempo und Richtung zu geben. Nach und nach bauen wir immer mehr Phasen des freien Reitens (ohne Führseil) ein. Auch hier steht wieder die Sicherheit Ihres Kindes an oberster Stelle! Deswegen beginnen wir das freie Reiten in einem kleinen abgegrenzten Bereich, der erst nach und nach vergrößert wird, wenn Ihr Kind genügend Sicherheit bei allen Aufgaben hat.

Warum liegen in der Reitbahn immer so viele Dinge?

Bestimmt waren Sie schon in anderen Reitställen unterwegs. Dort sehen Sie (hoffentlich) glattgezogene Sandböden, auf denen Reiter mit Ihren schicken Pferden gleichmäßige Spuren in den Sand ziehen. So sieht es bei mir in der Regel nicht aus; in meinen Reitstunden liegen meist Stangen in der Bahn oder es sind Pylonen verteilt, überall stehen und liegen verschiedene Materialien. Warum das so ist?

Stellen Sie sich Ihr Kind beim Reiten vor. Sehen Sie, wie es in einer leeren Halle Kreise in den Sand reitet oder sehen Sie es glücklich durch die Natur reiten oder fröhlich über einen kleinen Sprung hüpfen? Sehen Sie es auf einem Pony, das lustlos die immer gleichen Figuren in einen ebenen Boden schlurft und bei der kleinsten Unebenheit stolpert oder auf einem Pony, das mit gespitzten Öhrchen durch einen Slalom trabt, währenddessen Ihr Kind auf seinem Rücken einen Wasserbecher in der Hand balanciert? Lernt Ihr Kind angestrengt Kommandos und Figuren auswendig oder reitet es durch ein Kegeltor und anschließend ein Stangenlabyrinth?

Genau. Der Lerneffekt ist für Kind und Pony mit den eingesetzten Materialien viel größer. Außerdem gleicht keine Stunde der anderen, Abwechslung sorgt für gut gelaunte Mitarbeit von Zwei- und Vierbeiner.

Mein Kind soll aber richtig Reiten lernen!

Wenn Sie bisher den Eindruck erhalten haben, dass es in meinem Unterricht immer nur um den Spaß geht, liegen Sie nicht ganz falsch. Spaß beim Reiten finde ich für alle(!) Beteiligten ganz wichtig. Trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen) lernt Ihr Kind bei mir "richtig Reiten".

Richtig Reiten heißt für mich, dass Ihr Kind sein Pony korrekt so reiten kann, dass es dem Pony möglich ist, seinen Reiter fröhlich und gesund zu tragen. Dazu lernt Ihr Kind den korrekten Reitsitz (Dressursitz und Springsitz), mit seinem Körper die richtigen Signale zu geben (Hilfen) und die Kontrolle über Weg und Tempo (Einwirkung).

Was Ihr Kind bei mir nicht lernt ist, mit einem starren Sitz, festen Zügeln und langen Sporen ein unglückliches, wie ein Päckchen verschnürtes Pferd durch eine Turnierprüfung zu steuern.

Mein Weg der Reitausbildung ist zu Beginn der scheinbar längere (aber sicherlich lustigere, vielseitigere und umfangreichere), später aber fällt Ihrem Kind alles leichter und es lernt neue Aufgaben mit seinem Pony (oder gar eigenem Pferd) viel schneller.

Wie läuft der Unterricht ab?

Ihr Kind hat einmal in der Woche (auf Wunsch auch öfter) an einem festen Termin in einer festen Gruppe mit 2-3 weiteren Kindern 90 Minuten Unterricht. Dabei putzen wir zunächst gemeinsam die Ponys. Anschließend befindet sich immer ein Reiter auf dem Pferd, die anderen üben viele Dinge rund ums Pferd mit verschiedensten Materialien (Arbeitsblätter, Bücher, digitale Medien, Filme, Holzpferd), z.B. aufsatteln, Ausrüstung des Pferdes, Pferdekrankheiten usw. Zusätzlich üben wir den Umgang mit dem Pferd und das Führen des Pferdes in den unterschiedlichsten Situationen.

Fortgeschrittenere Reiter reiten einmal pro Woche in einer Zweiergruppe für 45 Minuten, müssen aber ihr Pony selbständig für die Reitstunde vorbereiten.

Was kostet das?

Kurz: 80 € pro Monat.

Länger: Der Preis erscheint Ihnen jetzt sicherlich recht hoch, da ist der Sportverein echt günstiger, und bestimmt kennen Sie auch Ställe, in denen der Reitunterricht billiger (aber nicht unbedingt preiswerter) ist. Ich möchte Ihnen aber erklären, wie das zustande kommt:

Ihr Kind bekommt bei mir Unterricht in einer kleinen Gruppe. In anderen Reitställen ist Gruppenunterricht mit bis zu 10 Kindern keine Seltenheit. Da bleiben Lerneffekt und Sicherheit für den Einzelnen doch sehr auf der Strecke.

Ich selbst bin ausgebildete Reitlehrerin; ich bilde mich ständig weiter und lebe von diesem Beruf, d.h. ich muss von meinen Einnahmen auch Steuern und Sozialversicherungen abführen. In anderen Ställen unterrichten oftmals ungelernte "Reitlehrer", die sich nach Feierabend noch 10 € dazuverdienen (gern auch mal nicht angemeldet...). Motivation und Fachwissen sind hier sehr unterschiedlich...

Der größte Punkt sind jedoch die Pferde. Meine Ponys wohnen in einem schönen großen Offenstall und werden mit allem versorgt, was sie brauchen, unter anderem spezielles Futter, Hufpflege, Impfungen und Entwurmungen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, Zahnpflege (ja, auch das ist bei Pferden nötig!), Physiotherapie und Sattelanpassung. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass davon viele Schulpferde nur träumen können... Außerdem bietet die Reitanlage große Koppeln, eine Reithalle, einen Reitplatz und einen Longierzirkel - ein Pferd auf einer so großzügig ausgestatteten Anlage zu halten, kostet mehr, als es auf einer Wiese beim Bauern nebenan zu parken. Dabei kommt die Ausstattung der Anlage der vielseitigen Ausbildung Ihres Kindes voll zu Gute! Weiterhin sind meine Ponys (und auch ich als Reitlehrer) umfangreich haftpflichtversichert, damit bei einem tatsächlichen Schadensfall alles abgesichert ist.

Im Gegensatz zu den allermeisten Reitschulen biete ich Ihren Kindern zusätzlich zum Reiten umfangreiches Lehr- und Lernmaterial, welches ich alles selbst erstellt habe. Ihr Kind sammelt also im Laufe seiner Ausbildung bei mir ein ganzes Buch voll nützlichem Wissen zum Immer-wieder-nachschlagen. Ich bilde Ihr Kind nicht zu einem Schulpferdereiter aus, der ein Pferd nur nach Anweisung reiten kann, sondern ich mache aus Ihm einen echten Pferdemenschen, der auch bestens auf ein eigenes Pferd vorbereitet ist, mit dem er eine glückliche Partnerschaft führen kann.

Und schließlich: Auch wenn meine Pferde kleine Ponys sind, so kosten sie doch kaum weniger, als ein großes Pferd. Sie fressen etwas weniger (auch, wenn es vielleicht nicht so aussieht), aber die anderen Kosten sind fast gleich. Und diese Kosten fallen jeden Monat an, egal ob es warm oder kalt ist, ein Pony krank ist (dann wird's sogar noch teurer) oder ich krank bin. Deswegen kostet der Unterricht 80 € im Monat.

Kann ich auch stundenweise zahlen?

Im ersten Monat (oder wenn Ihr Kind mitten im Monat startet) können Sie stundenweise zahlen, danach richten Sie bitte einen Dauerauftrag ein. Dazu bekommen Sie von mir auch einen Vertrag. Da Ihr Kind eine gute, fortlaufende Ausbildung erhalten soll, ist Regelmäßigkeit angebracht. In der festen Gruppe würde es durch ständige Fehlzeiten schnell den Anschluss und damit vielleicht auch die Lust verlieren. Deswegen biete ich nur Monatstermine an.

Die Monatsgebühr ist 12 Monate im Jahr zu zahlen. Darin enthalten sind von meiner Seite 6 Fehltage (bei wöchentlichem Unterricht) im Jahr (Krankheit, Urlaub, Weiterbildung), also 46 Wochen Unterricht im Jahr. Reitunterricht findet auch an Feiertagen statt.

Kann mein Kind Prüfungen ablegen?

Wenn Ihr Kind seine tollen Leistungen gern unter Beweis stellen möchte, biete ich regelmäßig die Möglichkeit, an Prüfungen oder sogar Turnieren teilzunehmen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sein Können unter Beweis zu stellen:

Turniere sind Leistungsprüfungen, bei denen der Wettkampf mit anderen und die Überprüfung des eigenen Könnens mit dem Pferd im Vordergrund steht, z.B. Hofturniere und Auswärtsturniere, Spring-, Dressur- und Geschicklichkeitsturniere.

Abzeichenprüfungen sind ohne Wettbewerb, hier stellt man sein Wissen (auch theoretisch!) und Können in verschiedenen Bereichen einem Richter im Pferdesport vor und erhält nach bestandener Prüfung eine Urkunde und eine Anstecknadel, die als lebenslanger Nachweis der Fertigkeiten dienen. Abzeichen können in ganz unterschiedlichen Bereichen erworben werden, z.B. Bodenarbeit, Longieren, Umgang, Geländereiten und natürlich ganz klassisch beim Reiten in der Bahn.

Genauere Informationen erhalten Sie dazu direkt bei mir.

Wann kann's losgehen?

Ich habe mich auf den Reitunterricht für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren spezialisiert. Die meisten Kinder sind zwischen 6 und 8 Jahren körperlich, kräftemäßig und mental so weit, dass sie am Reitunterricht, wie ich ihn erteile, teilnehmen können. Ich würde auch gern Reiten für Kinder ab 3 Jahren anbieten, habe aber leider gar nicht so viel Zeit dazu. Für Interessierte unter 6 Jahren empfehle ich Ihnen auf Nachfrage gern meine Kollegin in Gruol.

Da für meine Reitschüler die Grenze bei Größe und Gewicht mit meinen kleinen Ponys irgendwann erreicht ist, ist die Unterrichtszeit bei mir derzeit endlich (ich werde mir sicher auch noch ein oder zwei größere Ponys anschaffen, aber das wird noch etwas dauern). Aktuell unterrichte ich 2x in der Woche größere Reitschüler im Reiterverein Balingen e.V., Sie können mich gern darauf ansprechen.

Möchten Sie Reitunterricht für Ihr Kind bei mir buchen, nutzen Sie bitte das Formular "Anmeldung zum Reitunterricht".